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Historisches Centrum
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Ankündigungen

Stadtmuseum Hagen in 'Museum Digital'

Erlesene Kostbarkeiten aus Porzellan - Sammlung Laufenberg-Wittmann

Zwergenwelten - Die kleinen Wesen im Märchenjahr

Stadtmuseum Hagen
3.3.2013 – 27.10.2013

Aktuelles

24.05.2013 16:00

Wasserskorpion und Teufelsnadel - Tümpel rund um Werdringen

Veranstaltung der Biologischen Station "UMWELTZENTRUM HAGEN"
28.05.2013 15:00

Zwergenwelten bei Kaffee und Kuchen

Sagenhafte Führung mit Kaffee und Kuchen
1.06.2013 11:00

Tauchfahrt in die Vergangenheit

Exkursion in den Steinbruch Hohenlimburg
2.06.2013 15:00

Zwergenwelten und Purzelzwerge

Märchenhafte Familienführung durch die Ausstellung Zwergenwelten und...
2.06.2013 15:00

Öffentliche Erlebnisführung

Von der Urzeit ins Mittelalter
5.06.2013 15:00

Märchenzeit

Märchenlesung für Kinder in der Ausstellung "Zwergenwelten"

Standorte



Der Hauptsitz des Historischen Centrums Hagen befindet sich seit 1998 in der früheren Kettenfabrik Wippermann im südlichen Stadtteil Eilpe. Die Fabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und 1996-1998 umfassend restauriert. In dem Gebäudekomplex sind auch die Dauerausstellung des Stadtmuseums und die Einrichtungen des Stadtarchivs untergebracht.

Das Museum für Ur- und Frühgeschichte befindet sich im Wasserschloss Werdringen. Es handelt sich um eine frühere Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Sie besitzt eine wechselvolle Geschichte. Das Museum liegt in einer einzigartigen Natur- und Geschichtslandschaft am Ufer des Harkortsees im nördlichen Hagener Stadtteil Vorhalle.






Altes Siedlungsgebiet


Der Hauptsitz des Historischen Centrum Hagen in Eilpe liegt in einer geschichtsträchtigen Gegend, über die Johann Dietrich von Steinen in seiner 1756 veröffentlichten "Westphälischen Geschichte" folgendes geschrieben hat:



Eilpe, so den Namen von dem Eilperbach, welcher nahe dabey in die Volme fliesset, träget, lieget an der Landstrasse, so von Hagen nach Delstern, Breckerfeld, und so weiter führet. Es ist sonst dieser Ort sehr volckreich, und wegen der Degenklingen und Messerfabriquen sehr berühmt.


Johann Dietrich von Steinen: Westphaelische Geschichte, IV. Stück; Historie des Gerichts Hagen, Lemgo 1756, S. 1260




Eilpe, Lithographie, 1876

Das Volmetal bei Eilpe und Delstern zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten in der Region. Auf einem Bergrücken oberhalb des Historischen Centrums Hagen, am "Riegerbusch", konnten beispielsweise bei Bauarbeiten die Überreste eines Siedlungsplatzes aus der Mittelsteinzeit archäologisch nachgewiesen werden.

Am "Riegerbusch" fanden sich typische Steinwerkzeuge, unter anderem die so genannten Mikrolithen, die in dieser Form in einem älteren Abschnitt der Mittelsteinzeit vor rund 10.000 Jahren datieren. Die zahlreichen Steinartefakte wurden von Jägergruppen hinterlassen.

Auch aus den folgenden prähistorischen Epochen, aus der Jungsteinzeit sowie der Bronze- und Eisenzeit, liegen archäologische Funde vor. So sind in den Waldungen bei Dahl und Rummenohl mehrere Grabhügel erhalten. In ihrer Gesamtheit dokumentieren die Befunde eine frühe Besiedlung des südlichen Stadtgebiets von Hagen.


Archäologische Befunde aus dem Mittelalter




In den Tälern der Volme und Selbecke werden immer wieder die Reste von Verhüttungsplätzen entdeckt. Sie stammen in der Regel aus dem frühen und hohen Mittelalter. Damals erfolgte die Verhüttung von Eisenerz in so genannten Rennfeueröfen. Bereits im Hoch- und Spätmittelalter zählte das märkische Sauerland zu den wichtigsten "Industriegebieten" in Europa.

Auf der "Kuhweide" im Volmetal in Höinghausen bei Delstern förderten archäologische Ausgrabungen die Reste einer mittelalterlichen Handwerkersiedlung zu Tage. Neben Scherben aus dem 9. bis 12. Jahrhundert sowie drei Hausgrundrissen wurden auch Hinweise auf die Produktion von Messerklingen festgestellt.

Ausgewählte archäologische Funde aus dem Gebiet um Eilpe sind heute im Stadtmuseum Hagen sowie im Museums für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen ausgestellt.


Mittelalterliche Höfe und Güter


Am 3. Mai 1019 wird in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Heribert ein Hof Eilpe genannt. Er befand sich damals im Besitz der Abtei Deutz bei Köln. Dies ist bisher die älteste urkundliche Erwähnung eines Ortes auf dem heutigen Stadtgebiet von Hagen.

Der Hof Eilpe wurde bis in das 13. Jahrhundert wiederholt urkundlich erwähnt. Er war ein Teil der kurkölnischen Herrschaft Volmarstein. Seit 1324 bzw. 1381 gehörte Eilpe zur Grafschaft Mark. Im "Schatzbuch" der Grafschaft Mark von 1486 wird eine "Eylper Burschop genannt. Demnach bestand Eilpe aus mehreren Höfen. Die Bauernschaft lag im Gericht und Kirchspiel Hagen, das im märkischen Amt Wetter lag.

Die Grafschaft Mark wurde bis 1609 nacheinander von den Grafen von der Mark, den Herzögen von Kleve-Mark und - nach 1521 - von den Herzögen von Jülich-Kleve-Berg regiert. 1614 bzw. 1666 gelangte die Grafschaft Mark schließlich in den Besitz der Kurfürsten von Brandenburg (seit 1701 Könige von Preussen).

Im 17. und 18. Jahrhundert war Eilpe eine dörfliche Siedlung. Neben Landwirtschaft und Viehhaltung sind im Volmetal bei Eilpe seit dem 16. Jahrhundert mehrere Schmieden und Hammerwerke belegt. Spätestens seit dieser Zeit wurde im Raum Eilpe-Delstern-Emst auch Bergbau auf Eisenerz, Kupfer, Blei und anderen Bodenschätzen betrieben.

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